Montag, 15. September 2014

İstanbul büyük - Istanbul ist groß

Die Bürokratie ist soweit erst einmal erledigt. Meine Handynummer wird mir hoffentlich in den nächsten Tagen organisiert, damit ich mich mit den anderen Leuten hier einfacher kontakten kann und bis zum Termin im November für meine Aufenthaltsgenehmigung, habe ich vielleicht erstmal Pause damit.
Dafür ging am Wochenende dann das Erasmusprogramm los. Nachdem wir am Freitag die offizielle Willkommensveranstaltung mit allerlei Hinweisen hinter uns gebracht hatten, ging es am Samstag auf eine kleine Reise zu den Prinzeninseln, die südlich von Istanbul im Mittelmeer liegen. Nach einer recht langen Fährfahrt in praller Sonne, aber mit Unterhaltung von zum Beispiel einem Sparschälerverkäufer, gelangten wir auf die größte der Inseln Büyükada.  

Besser als Teleshopping


 Dort ist Autoverkehr verboten, dafür sind viele Menschen mit dem Fahrrad unterwegs und die meisten Touristen nehmen sich eine Pferdekutsche, die ihnen die steilen Auf- und Abstiege auf der bergigen Insel erleichtert. Wir gingen also zu Fuß. Sehr lange bergauf. Dann kamen wir schließlich an eine Art Parkeingang, an dem wir Eintritt bezahlen mussten und dann verbrachten wir sehr lange Zeit an der Steilküste damit auf das Essen zu warten, was offensichtlich noch eingekauft und dann gegrillt werden musste. An Vegetarier hatten sie im Vorfeld gar nicht gedacht, aber ich war nicht alleine und schließlich haben wir auch noch etwas zu Essen bekommen.


Typische Pferdekutsche




An der Küste, der Berg war steiler als er schien

Noch während wir den letzten Bissen kauten, rief eine der Organisatoren zum Aufbruch auf um auf die Bergspitze zu wandern, wo eine kleine Klosterkirche steht. Also hieß es schnell aufkauen, denn uns wurde gesagt, dass nicht nur die Kirche sehr schön sein sollte, sondern auch der Ausblick. Und tatsächlich, jeder Schweißtropfen hatte sich gelohnt, als wir freien Ausblick auf einen Horizont voller Istanbul hatten. Alles was man hinter dem Meer sehen konnte war die Stadt, in der ich nun lebe, und wir haben noch lange nicht alles gesehen, das was wir dort erblickten war nur ein kleiner Ausschnitt des asiatischen Teils Istanbuls. Es war jedenfalls atemberaubend.

Aussicht auf einen kleinen Teil Istanbuls

Ausblick auf das Mittelmeer und zwei weitere Prinzeninseln

Nach dem Abstieg taten uns die Beine und Füße ordentlich weh, sodass wir uns mit einem Eis belohnten, was hier in der Türkei wohl immer aus Ziegenmilch gemacht wird und dadurch ganz anders und sehr lecker schmeckt. Auf die Fähre zurück mussten wir leider sehr lange warten und im Hafen von Kadiköy angekommen, musste ich ja noch auf die europäische Seite zurück. Nur leider war meine letzte Fähre schon gefahren. Deshalb hieß es den Bus nehmen. Aykut (einer der Organisatoren) hat mich an die richtige Haltestelle gebracht und gewartet, bis ich im Bus saß, damit mir auch nichts passierte. Nach einer einstündigen Busfahrt - auch über die sehr sehr hohe Bosporusbrücke - konnte ich dann einfach am Taksim-Platz aussteigen und endlich im Hostel duschen und meine Beine hochlegen.

Typisches Haus auf der Büyükada


Bis bald
Lisi

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